Mey Dudin

Journalistin

Nachrichten, Hintergründe, Features
Deutsche Politik und Arabische Welt

Seit mehr als zwanzig Jahren im Nachrichtenjournalismus tätig. Lebt in Berlin und schreibt für den Evangelischen Pressedienst (epd) über deutsche Bundespolitik mit einem besonderen Fokus auf die Arabische Welt.

Mey Dudin

Von 2011 bis 2017 von Kairo, Istanbul, Tunis und Athen aus berichtet – die meiste Zeit als dpa-Korrespondentin. Vor 2011 bundespolitische Korrespondentin bei der Nachrichtenagentur dapd. Volontariat bei der Nachrichtenagentur ddp.

Mey Dudin

Über mich

  • Kindheit
  • Studium und Arbeit
  • Arabischer Frühling

Als mein palästinensischer Vater mit meiner deutschen Mutter und mir nach Beirut zog, war ich drei.

Es war 1977 und im Libanon gab es einen Bürgerkrieg der von Jahr zu Jahr schlimmer wurde: Es kämpften Palästinenser gegen Israelis, Christen gegen Muslime sowie unzählige Splittergruppen gegeneinander. Wir zogen in eine Wohnsiedlung, die zwischen einem Palästinensercamp, einem Golfplatz und drei Kasernen lag. Wir wohnten dort bis 1984.

Als der Krieg einen Lebensalltag unmöglich machte, zog meine Mutter mit meiner Schwester und mir erst nach Holland, dann nach Deutschland.

Mein Abitur machte ich in Heidelberg, zum Studium der Geschichts- und Kommunikationswissenschaften ging ich nach Berlin.

Bei ddp absolvierte ich anschließend ein Volontariat.

Danach arbeitete ich zehn Jahre vor allem in Berlin für Nachrichtenagenturen.

Nach Aufenthalten in arabischen Ländern, Griechenland und der Türkei arbeite ich wieder als politische Korrespondentin einer Nachrichtenagentur in Berlin - doch die Arabische Welt habe ich nach wie vor im Blick.

Als der Arabische Frühling nach Tunesien im Januar 2011 auch Ägypten erfasste, reiste ich nach Kairo, um darüber zu schreiben.

Daraufhin beschloss ich, meinen journalistischen Schwerpunkt auf die Arabische Welt zu legen. Über die Araber und ihre krisengeplagte Region berichtete ich sechs Jahre.

Eine Auswahl meiner Arbeit

  • Trumps Mubarak-Moment
    am 11. Juni 2020

    Trump reagiert auf die Massenproteste in den USA mit einer Mischung aus Machtgebaren und wirren Beschuldigungen. Arabische Satiriker fühlen sich an alte Zeiten erinnert. Die Art und Weise, wie US-Präsident Donald Trump mit den Demonstrationen in seinem Land umgeht, erinnert arabische Satiriker...

  • "Verschwörungsglaube führt zu Scheinsicherheit"
    am 21. Mai 2020

    Herr Blume, wir sind wegen der Corona-Pandemie verstärkt mit Verschwörungstheorien konfrontiert. Woher kommt dieses Denken plötzlich?  Das passiert immer dann besonders schnell, wenn etwas Schlimmes da ist, das wir nicht sehen können - ein Virus zum Beispiel. Wir brauchen also jemanden, der...

  • Helfer an EU-Grenze: "Noch nie ein schlimmeres Szenario gesehen"
    am 11. März 2020

    Humanitäre Helfer an der griechisch-türkischen Grenze beklagen massive Rechtsverstöße. Push-Backs machten das Recht auf Asyl unmöglich, die Menschen kämpften beim Versuch Europa zu erreichen um ihr Leben. An der griechisch-türkischen Grenze ereignen sich nach Angaben von humanitären Helfern...

  • Zentralrat der Jesiden vermisst 2.600 Frauen und Kinder
    am 23. Januar 2020

    Zwei Jahre, nachdem im Irak der Sieg über den IS verkündet wurde, sind noch immer Jesidinnen in der Gewalt von Dschihadisten. Nach Erkenntnissen des Zentralrats der Jesiden wurden sie zum Teil bis nach Pakistan verschleppt. epd: Fünf Jahre nach dem Überfall der Terrormiliz "Islamischer Staat"...

Buchveröffentlichung

Arabischer Sozialismus: Zwischen Marx und Mohammed

Vor fünfzig Jahren war es unter Intellektuellen und Studenten in der Arabischen Welt angesagt, sich Sozialist zu nennen.

Heute sind sozialistische Bewegungen dort bedeutungslos. In Syrien tobt ein Bürgerkrieg, Ägypten wird von Krisen erschüttert und im Irak eskaliert der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten.

Der Palästinenser, Zeitzeuge und linke Aktivist, Hasan M. Dudin, verfasste 1976 diese Analyse über die damaligen Entwicklungen in der Arabischen Welt – eine Schrift, die auch vierzig Jahre später noch aktuell ist. Sie beschreibt die damaligen Ideen zum Sozialismus und liefert damit gleichzeitig Erklärungen für die Gegenwart.

So beschreibt Dudin, warum religiöse Strömungen in Ägypten schon immer besonders stark waren, wie der Rassismus der Baath-Partei im Irak – vor allem gegen die Kurden – die Spaltung der dortigen Gesellschaft vorantrieb und wie in Syrien eine Minderheit die Regierungsgeschäfte übernahm und fortan über eine andersdenkende Mehrheit herrschte – die Partei von Baschar al-Assad.

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